Blog: Quad

Ferien in Frankreich

Sonntag, 09.Juni 2013 - 19:50 Uhr
Ferien in Frankreich
Letzten Sonntag bin ich um 4 Uhr morgens mit viel Gepäck zum Bahnhof Kempten gelaufen. Grund dafür war mein Mechaniker, der regelmässig Quadtouren veranstaltet. Diese Tour war jedoch aussergewöhnlich, da wir erst mit dem Auto nach Südfrankreich gefahren sind und von dort aus Tagestouren geplant haben.

Nach 10 Stunden kamen wir am Sonntag gegen 15 Uhr in Aubusson (Creuse) an. Dort checkten wir im Hotel "La Seigliere" ein, bezogen unsere Zimmer und starteten dann eine kleine Einweihungsrunde. Da es in der Schweiz kaum möglich ist, irgendwo Offroad zu fahren, wollten wir in Frankreich primär dies testen/erleben. Nur wenige Minuten später im Wald kam uns ein Franzose mit seinem Motocross-Bike entgegen und fragte uns, wo wir denn hin wollen. Zum Glück konnte einer unserer Leute französisch und erklärte Serge (er hat sich später vorgestellt), dass wir einfach eine Erkundungstour machen wollen. Serge zögerte nicht lange und übernahm die Führung. Er meinte, dass er sich auskennt und die besten Strecken kennt. Wir wurden kreuz und quer durch die Wälder von Aubusson gejagt und es war insgesamt sehr stressig weil wir die Fahrzeuge (wir fuhren Mietquads) noch nicht perfekt kannten und von der Autofahrt eigentlich recht müde waren. Die Einweihungstour war auf jeden Fall sehr witzig aber wir waren dann auch froh, wieder zurück im Hotel zu sein.

Am zweiten Tag fuhren wir nach dem Frühstück wieder in den Wald und suchten nach Bächen, Flüssen und Wasserpfützen. Wir wurden wegen des Regenwetters der vergangenen Woche recht schnell fündig und hatten so eine Menge Spass beim Durchqueren des Wassers und dem Auslösen von Fontänen..... bis einer im Schlamm im Wasser stecken blieb. Grundsätzlich war dies jedoch kein Problem, das wir Fahrzeuge mit Seilwinde hatten. Wir haben den Quad aus dem Wasser/Schlamm gezogen und haben festgestellt, dass irgendwas mit dem Quad nicht stimmt. So sind wir zurück zum Hotel und haben das besagte Fahrzeug aufgebockt um das Problem zu analysieren. Schnell war klar, dass das Radlager am Vortag beim Überqueren von Stock und Stein kaputt gegangen ist und im Wasser mit Schlamm gefüllt wurde. Leider hatten wir keine Ersatzlager dabei, sodass das Fahrzeug ausgewechselt werden musste.

Der nächste Tag startete mit dem Aufleuchten der Motorlampe an einem Quad. Sofort haben wir angehalten und das Fahrzeug gründlich untersucht, aber nichts gefunden. Da es ein neuer Quad war, haben wir es als Verkabelungsfehler abgestempelt und sind somit weitergefahren. Am Nachmittag machten wir bei einem See Mittagspause. Leider weiss ich den Namen des Sees nicht und habe auch keinen Namen bei Google Maps gefunden. Wir parkten an der prallen Sonne, weil es einfach keine Schattenplätze gab. (Ich habe mir ordentlich einen Sonnenbrand eingefangen... :-() Jedenfalls leuchtete die Motorlampe nach der Mittagspause nicht mehr und ohne darüber nachzudenken freuten wir uns darüber. Auf dem Rückweg fuhren wir wieder durch verschiedene Wälder, Bäche und Wiesen.. Plötzlich leuchtete die Motorlampe wieder auf. Da war die Ursache klar. Eine Steckverbindung zwischen Motor und Display muss Wasser abbekommen haben, sodass ein falscher Kriechstrom entstand. Diese Theorie konnten wir bisher aber leider noch nicht belegen.

Am Mittwoch fuhren wir gegen 10 Uhr vom Hotel los und wollten im Norden einige Ruinen und Schlösser besichtigen... und davon gibt's wirklich eine ganze Menge. Nach wenigen Kilometern fing allerdings der Motor des obengenannten Ersatzfahrzeuges an Krach zu machen. Es hörte sich irgendwie so an als würde Metall geshreddert werden. Natürlich hielten wir sofort an und haben auf einer kleinen Wiese das betroffene Fahrzeug so gut es geht auseinander genommen. Dies half leider nicht viel, da wir nicht alle nötigen Werkzeuge dabei hatten. Glücklicherweise war ganz in der Nähe eine eurorepar-Werkstatt. Die Mitarbeiter dort waren sehr hilfsbereit und haben uns alles nötige zur Verfügung gestellt. Nach einigen Stunden war dann der Fehler klar: Der Freilauf ist hinüber. So zumindest die Theorie. Tatsache war auf jeden Fall, dass wir den Quad zu dem Zeitpunkt nicht reparieren konnte. Unser Gruppenführer fuhr somit zurück zum Hotel und holte das Auto und den Anhänger. Anschliessend haben wir die übrigen Quads aufgeladen uns sind zum Hotel zurückgefahren. Da wir nun keine oder zu wenig Quads hatten, haben wir entschieden, die Reise abzubrechen und am Donnerstag statt erst am Sonntag zurück in die Schweiz zu fahren.

Fazit: Es war wirklich spassig und ich kann es jedem Empfehlen. Wir hatten nur einfach mega viel Pech mit den Quads. Das schöne an der Sache: Meiner hat kein einziges Mal gezickt oder etwas nicht geschafft. Feiner, braver Maxxer.

Die Bilder/Videos werde ich nachliefern, sobald ich sie habe. :-)



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